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MÄR132013

Innovativ: Cloud-basierte Kultur-App

Cloud-basierte Kultur-App

Minister Rentsch und Staatssekretär Saebisch diskutieren mit Experten auf der CeBIT über das Museum und die Bibliothek der Zukunft.

Über die Auswirkungen der digitalen Revolution auf Museen und Bibliotheken haben Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch und Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch heute mit Experten auf der Computermesse CeBIT diskutiert. Beide wiesen auf die führende Rolle des Frankfurter Städel Museums und der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt auf diesem Gebiet hin: „Mit unseren Cloud Media-Projekten treiben wir die Entwicklung des Digitalen Hessens weiter voran und verwirklichen unsere Idee des Museums und der Bibliothek der Zukunft“, sagte Minister Rentsch. „Unser Ziel ist, dass Hessen alle Chancen der Digitalisierung nutzt.“

In den drei Cloud Media-Projekten wird über eine cloud-basierte Plattform der mobile Zugriff auf Informationen und Services über Kunstobjekte des Städel Museums und über Inhalte der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt ermöglicht. Partner der Projekte sind das Städel Museum, die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt, die Hochschule Darmstadt, das House of IT, die MTG AG, die nterra integration GmbH und die Software AG. „Die Förderung solcher Leuchtturmprojekte, die den IT-Standort Hessen in Europa und weltweit noch bekannter machen, ist eine der Kernfunktionen, für die wir das House of IT gegründet haben“, erläuterte Staatssekretär Saebisch.

„Museen, Bibliotheken und andere Kultureinrichtungen sollten sich für das digitale Zeitalter öffnen. Auch Goethe würde heute seinen Horizont selbstverständlich digital erweitern“, erklärte Dr. Chantal Eschenfelder, Leiterin Bildung & Vermittlung des Städel Museums in Frankfurt.“ Dr. Hans-Georg Nolte-Fischer, leitender Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt, sagte: „Die hohe Verbreitung von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien hat bei unseren Kunden zu neuen Wünschen und erhöhten Erwartungen geführt, die wir mit der Umsetzung der Bibliothek der Zukunft erfüllen werden.“

Auf der CeBIT konnten sich Interessenten vom hohen Innovationsgrad des Projekts überzeugen. „Was hier entsteht, ist einzigartig und von bemerkenswerter Qualität“, sagte Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG. „Die digitale Technik ermöglicht ein Angebot, welches das physisch Vorhandene bereichert und signifikant erweitert.“

Über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets können Besucher künftig einfach und schnell vertiefende Informationen und inhaltliche Verknüpfungen zwischen Museumsexponaten oder multimediale Inhalte wie Filme, Grafiken oder Web-Texte zu Büchern aus der Cloudplattform abrufen. Dafür werden spezielle Apps für das Städel Museum und für die Universitäts- und Landesbibliothek entwickelt: „Moderne Techniken der semantischen Suche, angewendet auf Tablet-PCs und Smartphones können hier dazu beitragen, dass Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft Wissen passgenau abrufen und dadurch stärker kooperativ zusammenarbeiten können“, kommentierte Prof. Dr. Ralph Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt.

Die Cloud Media-Projekte (HA-Projekt-Nr.: 320/12-10, 321/12-11, 322/12-12) werden im Rahmen von Hessen ModellProjekte aus Mitteln der LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert (www.innovationsfoerderung-hessen.de).